Köln, 17. Januar 2014

Wohnbarometer 2013: Weniger als sechs Euro pro Quadratmeter

Wohnen in Köln muss nicht teuer sein. Das Wohnbarometer der köln ag unterstreicht, dass die 57 Mitgliedsunternehmen für bezahlbare Mieten stehen. Selbst im Kölner Stadtgebiet liegt der Durchschnittspreis der köln ag für eine Wohnung unter sechs Euro pro Quadratmeter. Darüber hinaus investieren die Mitgliedsunternehmen überdurchschnittlich viel in Sanierung und Neubauten. „Damit sind sie ein wichtiger Faktor für die heimische Wirtschaft und den Standort Köln“, so Kathrin Möller, Vorsitzende der köln ag.

 

1) So viel kostet Wohnen bei der köln ag

Infografik I: So viel kostet Wohnen bei den Mitgliedsunternehmen der köln ag
Infografik I: So viel kostet Wohnen bei den Mitgliedsunternehmen der köln ag

Das Wohnbarometer 2013 belegt, dass die Unternehmen der köln ag Wohnraum weit unter den sonst für Köln geltenden Durchschnittspreisen vermieten. Denn mit 5,85 Euro pro Quadratmeter in der Stadt liegt die köln ag sogar noch unter dem Durchschnittspreis von 6,15 Euro/m2 für eine 60 Quadratmeter-Wohnung in der ältesten Gebäudegruppe (bezugsfertig bis 1960). „Langfristig werden die von privaten Vermietern angebotenen Wohnungen in Köln noch teurer werden“, erklärt Kathrin Möller. Grund dafür sind notwendige Sanierungen von Altbauten, deren Kosten auf die Mieten aufgeschlagen werden. Anders bei der köln ag: „Unsere Mitgliedsunternehmen achten auf eine moderate, sozialverträgliche Verteilung der Kosten.“ Doch Möller betont auch, dass die zum Schutz der Mieter geplante Mietpreisbremse in Verbindung mit der Neuregelung der Modernisierungsumlage den Mietern langfristig sogar schaden kann. Denn mit einer befristeten Modernisierungsumlage wären viele Wohnungsunternehmen aus wirtschaftlichen Gründen gezwungen, die Kosten von Beginn an voll auf die Mieten umzulegen. Was wiederum durch die Mietpreisbremse verhindert würde. Im Ergebnis könnte das im schlimmsten Fall zu weniger Investitionen in die Bestandsanierung und eine Minderung des Wohnkomforts führen.

 

Um in Städten wie Köln dauerhaft bezahlbares Wohnen zu ermöglichen, ist zudem eine andere Preispolitik der Kommunen gefragt. Für gute Wohnlagen in Köln werden laut Grundstücksmarktbericht des Landes NRW bis zu 890 Euro pro Quadratmeter verlangt – damit liegt Köln sogar noch vor Düsseldorf mit 820 Euro pro Quadratmeter. „Solche hohen Grundstückskosten wirken sich natürlich auch auf die Baukosten und Mieten aus“, weiß Möller. Eine moderate Preispolitik ist also ganz auch im Sinne der Mieterinnen und Mieter.

 

Mit insgesamt 90.000 Mietwohnungen im Kölner Stadtbereich machen die Mitgliedsunternehmen der köln ag knapp ein Fünftel des gesamten Geschosswohnungsbestandes von 447.425 aus (Amt für Stadtentwicklung und Statistik – Stadt Köln 2012).

 

2) 413 Millionen Euro in Instandsetzung und Neubau

Infografik II: Investitionsvolumen der Mitgliedsunternehmen der köln ag in 2013
Infografik II: Investitionsvolumen der Mitgliedsunternehmen der köln ag in 2013

Die Wohnungsunternehmen der köln ag stehen für langfristige und verantwortungsvolle Pflege des Bestands. Knapp 320 Millionen Euro investierten sie 2013 in die Instandhaltung, Modernisierung und energetische Sanierung des Bestands, was einem Aufwand von 33,87 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche entspricht. Davon fließen alleine schon 17,82 Euro in die Instandhaltung. Damit liegen die Wohnungsunternehmen deutlich über den 13,22 Euro, die für öffentlich geförderten Wohnungsbau in den ältesten Gebäuden an Investitionen in Instandhaltung in Ansatz gebracht werden dürfen.

 

In den Wohnungsneubau investierten die Mitgliedsunternehmen der köln ag im Jahr 2013 rund 95 Millionen Euro und stellten 657 neue Wohnungen fertig. Zum Vergleich: 2013 wurden in Köln insgesamt 2.199 neue Geschosswohnungen bezugsfertig. „Köln gehört zu den wachsenden Metropolregionen und es besteht hoher Bedarf an neuem Wohnraum“, erläutert Kathrin Möller. „Dabei ist es vor allem wichtig, auch den unteren und mittleren Einkommensklassen bezahlbares Wohnen zu ermöglichen.“

 

Zudem stärkt die köln ag den Standort Köln. Mit einer Gesamtinvestition von über 413 Millionen Euro sorgen die Wohnungsunternehmen nicht nur für hochwertigen Wohnraum, sondern stellen einen wichtigen Wirtschaftsfaktor für Unternehmen aus dem Baubereich in und um Köln dar. Darüber hinaus bieten sie mit 100 Ausbildungsplätzen – vornehmlich zum Immobilienkaufmann bzw. zur -kauffrau – jungen Menschen eine berufliche Perspektive und wirken dem Fachkräftemangel aktiv entgegen.

 

Wohnbarometer
Die Zahlen des Wohnbarometers basieren auf den Angaben der Mitgliedsunternehmen der köln ag. Die Werte beziehen sich, soweit nicht anders angegeben, auf das Geschäftsjahr 2013.

 

Info
Zur köln ag – Arbeitsgemeinschaft Kölner Wohnungsunternehmen – zählen 57 Wohnungsunternehmen sowie 15 fördernde Unternehmen aus dem wohnungswirtschaftlichen Dienstleistungsumfeld. Die Wohnungsunternehmen verfügen über einen Bestand von rund 172.000 Wohnungen in der Region Köln. Allein im Kölner Stadtgebiet halten sie einen Anteil von 20 Prozent am gesamten Geschosswohnungsbestand.

Die Gründung der Arbeitsgemeinschaft Kölner Wohnungsunternehmen fand im Jahre 1949 noch unter dem Dach des damaligen Gemeinnützigkeitsgesetzes statt. Mitglieder sind Wohnungsbaugenossenschaften, Wohnungsgesellschaften aus dem kommunalen, kirchlichen und industrieverbundenen Bereich sowie andere Wohnungsunternehmen.

 

Medienkontakt:   

Beatrix Kastner
c/o GWG Köln Sülz
Tel.: 0221 943670-43
Mail: kastner@gwg-koeln-suelz.de