Hitzige Diskussionen und große Scheckübergabe

 

Selten stand die Immobilienwirtschaft dermaßen im Fokus der öffentlichen Diskussion. Wohnraumknappheit,

bezahlbarer Wohnraum und fehlender Neubau sind Themen, die dabei immer wieder fallen. Bei der diesjährigen,

sechsten Sommerlounge der Arbeitsgemeinschaft Kölner Wohnungsunternehmen (köln ag) am 11. Juli 2019 prägten

daher wohnungspolitische Fragen und Herausforderungen das Programm.

 

Nach einem Grußwort von Oberbürgermeisterin Henriette Reker, in dem sie unter anderem beschleunigte Verfahren

bei Bauvorhaben in Köln versprach, stand eine große Diskussionsrunde auf der kleinen Bühne im Club Astoria an.

Zum Thema „regionale Kooperationen“ tauschten sich Vertreter der Parteien aus. Neben den Mitgliedern des

Bundestags Karsten Möring (CDU), Reinhard Houben (FDP) und Sven Lehmann (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

nahmen auch das Mitglied des Landtags Jochen Ott (SPD) und das Kölner Ratsmitglied Jörg Detjen (DIE LINKE) an

der Diskussion teil. Die Wohnungswirtschaft wurde von Kathrin Möller, Vorstandsvorsitzende der köln ag und

Vorstandsmitglied der GAG Immobilien AG, sowie Alexander Rychter, Verbandsdirektor des VdW Rheinland Westfalen,

vertreten.

 

So vielfältig und komplex sich die Wohnungswirtschaft und die Interessen der unterschiedlichen Akteure darstellen,

so verlief auch die Diskussion. Dabei war es auf keinen Fall das Ziel, Einigkeit auf der Bühne zu erlangen, viel mehr

ging es um einen offenen, ehrlichen Meinungsaustausch der unterschiedlichen Perspektiven.

 

Dass man gemeinsam nicht nur hitzig diskutieren, sondern auch Großes bewegen kann, bewies die Scheckübergabe

im Anschluss an die Podiumsdiskussion. Im Jahr des 70-jährigen Bestehens der köln ag wurde der Deutschen

Entwicklungshilfe für soziales Wohnungs- und Siedlungswesen e.V. (DESWOS), die in diesem Jahr ihr 50-jähriges

Jubiläum feiert, ein Scheck in Höhe von 25.000 Euro überreicht. Gerhard Müller, Generalsekretär der DESWOS,

nahm den Spendencheck erfreut entgegen.

 

Nach diesem Höhepunkt wurde zwar die Anzahl der Akteure auf der Bühne kleiner, komplex und ambivalent blieb es

dennoch thematisch. Jörg Heynkes referierte eindrucksvoll unter der Überschrift „Zukunft 4.1 – die große digitale

Transformation“, wie sehr die analoge Welt künftig durch digitale Entwicklungen immer stärker verändert wird.

Heynkes, der im normalen Leben Unternehmer und Autor ist, blieb auch im Anschluss des Programms noch für

weitere Diskussionen Gast der Sommerlounge. Die über 200 Gäste hatten nach dem umfangreichen Programm noch

ausgiebig Zeit, sich auszutauschen und den Abend ausklingen zu lassen.